Unsere letzten Tage in Kolumbien

Heute ist wieder Reisetag. Unsere Habselikeiten sind bald gepackt, und nachdem ich noch einen neuen Reiserucksack erstanden habe, ging es mit einem Taxi zum Busterminal von Medellín. Wir sind jetzt schon gut geübt, auf diese Art zu Reisen. Die nächste Reise führt uns nach Guatape. Dort gibt es einen speziellen riesigen Felsbrocken, der inmitten einer Seenlandschaft aufragt. Es ist einer der Sehenswürdigkeiten von Kolumbien, die man gesehen haben muss. Und wirklich, wenn man den Felsen das erste mal sieht, wundert man sich schon. Wir fahren ein paar Stunden mit einem kleinen schön angemalten Bus nach Guatape. Dort hat meine liebe Vanessa, wieder ein günstiges Zimmerchen gemietet. Wir laufen mit unserem gesamten Gepäck durch das Örtchen und ruhen uns ein wenig aus. Der Hunger nagt, und so machen wir uns auf um etwas ins Bäuchlein zu bekommen. Es schüttete wieder mal, und so gehen wir

bezeiten schlafen. Der nächste Morgen ist nach einem unruhigen Schlaf auch verregnet. Es sieht aber nach einer Aufhellung aus, und so beschliessen wir uns nach dem Frühstück, aufzumachen. Wir wollen den Stein mal genau in Augenschein nehmen. Der Bus bringt uns hin. Und wirklich es ist ein gewaltiger Klotz. Man kann ihn durch eine Art Treppe ersteigen. Es sind ca. 700 Stufen. Es ist uns zuerst ein wenig mulmig, aber nach geraumer Zeit ist man im Treppenmodus, mit 1000enden anderen. Wir haben grosses Glück, und das Wetter hellt auf, und es drückt ab und an die ☀️ Sonne durch. Wir machen die obligaten Fotos, und machen uns nach einem schönen Rundumblick, auf den Weg nach unten. Wir trinken dann noch einen Hugo. Einen mit Alkohol, und einen ohne für mich. Die Kellner geben immer mir den mit Alkohol, und wundern sich dann wenn wir tauschen, und Vanessa den Drink an sich reisst. Hehe. Danach gings mit dem Bus zurück nach Guatape. Langsam ziehen dicke Wolken auf, und wir begeben uns unter Dach von einer Imbissbude. Nach 10 Minuten fängt es an zu schütten was das Zeug hält. Wir sitzen das Gewitter im trockenen ab. Unser Entschluss steht fest, und wir packen ein paar Stunden später unsere Sachen und nehmen den Abendbus zurück nach Medellín. Wir haben uns entschlossen, denn Nachtbus von Medellín, nach Bogotá zu nehmen. So sparen wir eine Nacht fürs Hotel. Der Bus fährt so um 22.00 Uhr los und wir machen uns wieder auf eine eisige Nacht gefasst. Und so war es dann auch. Doch wir haben alle unsere Kleider zum zu decken dabei. Als es hell wird, kommen wir in der Hauptstadt Kolumbiens, auf immerhin ca. 2500 Meter über Meer an.

Am 7. März geht mein Flug zurück nach Las Palmas. Und am 8. März fliegt Vanessa für einen Monat nach Costa Rica.Es bleibt uns also noch ein Tag Zeit für Bogota anzuschauen. Wir entschliessen uns auf den Hausberg von Bogotá, und zur Kirche Monserrate zu begeben. Es gibt auch eine Luftseilbahn, doch davor wand sich eine lange Schlange. Ich entschloss mich zu laufen, während Vanessa das Bähnlein nahm. Oben angekommen, ich mit 20 Minuten Verspätung, kauften wir uns gegenseitig ein Armbändchen als Glücksbringer, da sich unsere Wege bald trennen werden. Danach kauften wir noch etwas kleines für Mami, und machten uns daran in der langen Schlange anzustehen, für die Talfahrt. Es fängt wieder mal an richtig zu schütten, und wir sind immerhin auf 3000 Meter. Vanessa besorgt uns schnell 2 Plastiküberzüge. Irgendwie kommt mir die Bauart der Luftseilbahn bekannt vor. Und tatsächlich es ist ein Schweizer Produkt noch anständig genietet, aus dem Jahre 1955. Das nenne ich noch gute Handwerksarbeit. Zum Seilbahn -Menschen sage ich : "Bueno Maggina de Suizo". Stolz zeige ich auf die Schweizer Plakette. Er nickt, sagt etwas auf spanisch, und zeigt mit dem Daumen nach oben, und wir lachen beide. Mehr braucht es nicht.

Danach nehmen wir das Taxi zurück ins Hotel, und ich packe schon mal meine sieben Sachen. Morgen geht mein Flug nach Las Palmas. Der Quad wurde nicht verschifft, und ich will den Quad aus dem Autoappschleppareal herausholen, und mich zwecks Neuorientierung, auf einem Campingplatz einmieten. Wenn ich wüsste!!!



Am nächste Morgen standen wir am 7. März um 5.30 Uhr auf. Vanessa kommt mit, um mich zum Flughafen zu begleiten. Ihr Flug geht ein Tag später, am 8. März nach Costa Rica, wo sie einen Monat bleibt, um danach zurück in die Schweiz zu fliegen. Das Taxi bringt uns zum Bogotá Airport. Dort begeben wir uns zum Check-In von United Airlines. Der "Schalter-Mensch" fragt uns nach dem COVID-Test. Ich bin vollständig geimpft, und wusste nichts von einem Test. Also nichts wie los zum Testzenter am Flughafen. Dort hiess es in der Schlange anstehen. Es klappte alles bestens, und eine halbe Stunde später hatte ich denn negativ-Test auf meinem Handy. Also wieder zurück zum Check-In. Erleichtert das es noch auf den Flug reicht. Beim Check-In fragt der gleiche Schaltermensch mich, wegen eines ESTA- Visums, da mein Flug über Newark in den USA geht. Ich bin jedoch nur Transit- Passagier. Er sagt "Das sei egal, jeder brauche ein solches Visum". Man könne es im Internet ausfüllen. Warum hat er das nicht schon vorher gesagt? Vanessa und ich machen uns sofort ans ausfüllen. Die Zeit rast aber leider in solchen Momenten schneller als normal. In 15 Minuten schliessen wir das Check In, meldet unser Mann.

Kein ESTA- VISA kein Flug. Leider kommt es nicht, und wir können den Flug zum Glück ohne Mehrkosten auf Morgen verschieben. Im Backoffice kriege ich dann die Flugpapiere. So geht es halt anstatt auf denn Flug, wieder zurück mit Vanessa ins Hotel. Wir laufen durch die Stadt und besuchen noch ein Museum. An diesem Abend heisst es auch für Vanessa packen. Da Vanessa, in einem Monat von Costa Rica aus, auch über die Vereinigten Staaten fliegt, muss auch sie ein solches ESTA-VISA beantragen. Nach 3 Stunden kommt es per E-Mail auf ihr Handy. Ich schaue auch ab und zu auf meines. Nach 20 Stunden immer noch kein Mail. Und dann doch, endlich ein Mail von ESTA. Aber dann der Schock: Visumsantrag abgelehnt. Ver.......Sch...

Hat mich die Vergangenheit nach 30 Jahren tatsächlich eingeholt. In dieser Zeit war ich ca. einen Monat in den Vereinigten Staaten und da lief nicht alles rund. Ich wurde damals einen Tag inhaftiert. Wegen meines Visums und wegen eines Vergehens, in der mehr oder weniger wilden Matrosenzeit. Amerika vergisst nichts!!!

Wie weiter fragte ich denselben, "mich nicht durchlassen Mensch" vom Check-In am nächsten Tag. Daraufhin suchte er eine Reihe von Flügen heraus, die nicht über die Vereinigten Staaten flogen. Aber zuerst verabschiedete ich mich noch von Vanessa, die ihren Flug nach Costa Rica, in diesen Minuten antrat. Schweren Herzens begab ich mich daraufhin zum Avianca Schalter, um einen Direktflug nach Barcelona für den nächsten Tag zu kaufen. "Autsch", sagte daraufhin mein Portemonnaie, und schaute mich vorwurfsvoll an. Also wieder zurück zur Hotelrezeption, die mich wieder verwundert begutachtete. Ich zuckte mit denn Schultern, und sagte wieder: " uno Noches mass". Eine Nacht mehr.

Am nächsten Tag ging mein Flug planmässig direkt nach Barcelona. Ekuador zu meiner rechten, und Columbien zu meiner linken Seite auf den Sitzen. Dieser Nachtflug wurde zum lustigsten und unterhaltsamsten Flug aller Flüge. Wir unterhielten uns auf spanisch, mit Händen und ohne Füsse, und lachten uns gegenseitig an, und hatten es sehr gemütlich. In Barcelona angekommen, suchte ich sofort nach einem Flug nach Las Palmas, und war 2 Stunden später schon wieder in der Luft. Glück dem Tüchtigen! In Las Palmas nahm ich den Bus um nach Maspalomas zu gelangen. Und tatsächlich, eine Stunde später öffnete ich das Tor der Autoappschlepphilfe Gruas Perrera.

Und siehe da, da stand der Quad samt Anhänger, genau so wie wir ihn vor rund einem Monat abgestellt hatten.

Meine Freude wahr unbeschreiblich, und ich gab die Neuigkeit sofort an Vanessa weiter. Den Schlüssel ins Schloss gesteckt,und siehe da, der Motor sprang an, als schien er zu sagen : "endlich, endlich, kann ich wieder schnurren". Oliver, von Gruas Perrera, der zu ihm geschaut hatte, kam eine Stunde später und wir begrüssten uns sehr herzlich. Er bedeutete mir, ich könne in einem anderen Werkhof, in der Nähe, die nächsten Tage bleiben. Es hätte dort eine Dusche, Toilette und eine kleine Küche. Wow super, das Glück scheint sich langsam wieder auf die Seite des SWITZERLANDEXPRESS zu stellen. Danke Danke Danke an Oliver und Miguel Perrera, Maspalomas,Cran Canaria, Spanien.






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