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Noch 900 km bis ans Mittelmeer

Guten Morgen


Mittwoch, 22. März 2023


Nach einem guten Frühstück in Marrakesch heisst es für uns Helme auf den Kopf und los. Nachdem wir den Anhänger im Camping abgeholt haben fuhren wir raus aus der chaotischen Stadt. Unser Ziel das Mittelmeer. Schon ein paar Kilometer aus der Stadt raus trauten wir unseren Augen nicht. Es war lange her das wir so viel grün gesehen haben. Wir erlebten wortwörtlich den Frühling in Marokko.

Blumenfelder so weit das Auge reicht. Wunderschöne grüne Bergkulissen mit vielen Schafen darin. Es war eine herrliche Fahrt. Wir fuhren von Morgens bis Abends. Nach Sonnenuntergang fanden wir eine ruhige Nebenstrasse in mitten der grünen Felder wo wir unser Lager zum schlafen aufbauten. Wir schliefen tief und fest. Am morgen wurden wir geweckt von dem lauten "Iii-aa eines Esels der nicht weit von unserem Quad und Anhänger empfernt war. Wir klappten unsere Schlafboxen zusammen und fuhren los.

Der zweite Tag endete für uns in Fes. Eine Königstadt. Da wir dort keinen richtigen Camping fanden und auch keinen sicheren Platz zum schlafen, beschlossen wir in einem Hotel zu schlafen. Im Hotel angekommen fragten wir sofort ob man hier unsere schmutzige Wäsche waschen kann? Wir hatten seit Wochen einen Sack voll schmutziger Wäsche mit geschleppt und er wurde von Tag zu Tag immer grösser. Sie sagten uns, sie würden es für uns waschen, und wir können es morgen um 14:00 Uhr bei ihnen abholen. Wir fragten wie teuer es sein wird, und sie gaben uns zu verstehen das es günstig wäre. Wir freuten uns und händigten ihne den schon langsam schweren Sack aus. Wir überlegten uns, sollen wir diese schöne Stadt schon morgen wieder verlassen ohne sie überhaupt gesehen zu haben? Noch am selben Abend buchten wir eine Tour, für den nächsten Tag mit allem Sehenswerten das Fes zu bieten hat. Zum Glück haben wir das gemacht den wir haben viele schöne Sachen gesehen und erlebt. Auch die manchmal sehr aufdringliche Art der Verkäufer in Marokko. Da wollte tatsächlich einer für ein gewöhnliches T-Shirt 90 Euro. Diesen Laden haben wir schnell wieder verlassen. Auch unser Guide hat die Augen verdreht und ihm sehr wahrscheinlich gesagt: ,, du spinnst doch''.

Nach einem vielseitigen Tag kehrten wir am Abend im Hotel ein.


Wir freuten uns schon, unsere frisch

gewaschenen Sachen ab zu holen. Aber die Freude musste warten, den als er uns den Preis für die Wäsche mitteilte mussten wir uns setzen. 120 Euro für einen Sack Wäsche hat er verlangt und er liess auch nicht mit sich verhandeln. Sein zuvor sehr nettes Gesicht verwandelte sich zum bösen. Wir gaben ihm das Geld und er verschwand schnell. Wenigsten waren die Kleider nun wieder sauber.

Am nächsten Tag hielt uns nichts mehr in Fes, und wir fuhren am Morgen los. Die Landschaft wurde wieder sandiger und komischerweise wurde es umso nördlicher wir waren, immer wärmer. Wir konnten bis am Abend im T-Shirt auf dem Quad fahren und als es dann langsam dunkel wurde fanden wir einen schönen Platz zum schlafen.

Dort kochten wir uns noch etwas kleines zum Abendessen und genossen die schöne Aussicht und Ruhe. Auf dem Quad zu fahren ist schön, aber auch sehr anstrengend und laut.

Es waren jetzt nur nur noch 180 km bis ans Mittelmeer.

So fuhren wir am nächsten Tag gemütlich los, und fuhren ab und zu auch auf Nebenstrassen, und kleine Hügel, um Pausen ein zu legen. Am 23. März hat für die Muslime der Ramadan angefangen, und so war es auf den Strassen ziemlich ruhig und die meisten Restaurants waren Tags über geschlossen. Kein richtiges Kaffe war die Folge davon. Aber das war nicht weiter schlimm. Die meisten Leute waren in ihren Häusern um mit der Familie zu sein, oder sich aus zu ruhen. Gegen Mittag fuhren wir auf eine Nebenstrasse, um ein paar Aufnahmen zu machen. Das Problem war einfach manchmal, das man mit dem rund 9 Meter langen Gefährt schlecht wenden kann, und so waren wir manchmal gezwungen, auf der Nebenstrasse weiter zu fahren, bis wir einen Platz zum wenden finden. So lernten wir eine sehr sehr liebe Familie kennen. Als wir am Ende eines Hügels waren, stand weiter vorne ihr Haus und sie winkten uns sofort zu wir sollen zu ihnen fahren. Dort angekommen begrüssten sie uns herzlich, und luden uns zu sich ins Haus ein. Schon bald war der Tisch voll mit Süssigkeiten, Brötchen, frischem Rührei und frisch gemachtem Tee. Obwohl sie nicht trinken und essen durften,machten sie sich grosse Mühe, uns mit Essen und Trinken zu versorgen. Es gab viel zu erzählen, von beiden Seiten aus. Es war sehr schön.

Nachdem wir uns verabschiedet hatten fuhren wir wieder zurück auf die Hauptstrasse. Jetzt war es wirklich nicht mehr so weit. Trotzdem fuhren wir noch bis in die späten Abendstunden zu unserem Ziel. Natürlich mussten wir unterwegs im Restaurant Swiss einen Stop machen, und dort haben wir ein wenig die Zeit vergessen.


Jedenfalls sind wir im Dunkeln beim Camping in Saidia angekommen und von dort aus sahen wir schon das zu diesem Zeitpunkt dunkle, schwarze Mittelmeer, endlich!

Gute Nacht

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