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Unser kleines Solo Abenteuer

Um die 600 km warteten auf mich. Den mein Ziel war die grosse Wüste von Merzouga. Es war nicht ein einfacher Weg den der Atlas stand zwischen Marrakesch und Merzouga. Ich brauchte 2 Tage bis ich in Merzouga angekommen war. Es war sehr eindrücklich wie vielseitig Marokko ist. Ich fuhr durch Wüstengebiete, Berge mit Schnee und auch durch grüne Landschaften. Dort angekommen will ich einen Getriebeölwechsel, und denn wohlverdienten Service am meinem 1000er Can am Outlander 6+6 machen lassen. Heute Morgen unternahm ich noch einen Kamelritt bei Sonnenaufgang. Danach legte ich mich nach einem Frühstück wieder ins Bett und schlief fast den halben Tag durch. Die letzten Tage waren doch sehr anstrengend. Aber so ist das halt beim reisen in fremden Ländern.

Nachdem ich ausgeruht war, nahm ich den kurzen Weg unter die Räder zur Werkstatt, die mir Patrick Friedli ausgesucht hatte. Ich fand sie nach ein bisschen herumfragen. Ich wurde sehr nett und freudig empfangen als ich mit meiner Can-am vorfuhr. Der Mechaniker der Werkstatt machte einen sehr guten Eindruck auf mich, und wir verstanden uns auf Anhieb. Nachdem er mein Fahrzeug inspiziert hatte, machten wir uns am nächsten Morgen um 10 Uhr an die Arbeit. Zuerst nahm er die Trittbretter ab um den Antriebsriemen zu konntrolieren. Er war in einem guten Zustand, doch da ich einen Ersatzriemen dabei hatte, wechselten wir ihn gegen den neuen aus. Es staubte gewaltig als er mit der Druckluft das Gehäuse, plus der Kupplung ausblies. Nachdem alles wieder zusammengeschraubt war, wechselten wir das Getriebeöl und alle Öle der 3Achsen. Inzwischen war es 14.00Uhr geworden und so fuhr ich mit dem Mechaniker zum Mittagessen. Es schmeckte in der kleinen Imbissbude, und nach einem feinen Kaffee machten wir uns wieder an die Arbeit. Die Fettnippel wurden gereinigt, und neues Fett hineingepresst. Nachdem auch noch das Bremsöl konntrolliert war, wurde der Quad gewaschen, und einem letzten Check unterzogen. Der Daumen des Mechaniker zeigte nach oben, und er sagte der Quad wäre bereit für die Offroud Tour in die Sahara. Ich war erfreut, war der Hammer doch nur eimal zum Einsatz gekommen. Ich bezahlte 1200 Dirham plus gab ich im noch ein anständiges Drinkgeld von 400 Dirham. Er war äusserst erfreut, und auch ich war froh einen so kompettenten Mechaniker zu haben. Nachdem wir einen obligaten Tee getrunken hatten, fragte ich die jungen Leute die in der Werkstatt herumsassen nach dem Weg nach Zagora. Einer der Jungs gab sich als Guide aus, und sagte er wohne in einem kleinen Dorf auf der Piste nach Zagora. Der Preis pro Tag war mit 1000 Dirham nicht gerade klein. Da ich aber auch einen Fotografen für gute Bilder brauchte, sagte ich zu und wir verabredeten uns am nächsten Tag um 11.00 Uhr. Nach einem feinen Frühstück auf dem Camping ging es los. Schon bald hörte die geteerte Strasse auf, und es ging auf der Piste weiter. Der Quad hatte überschüssige Kraft, und konnte endlich zeigen für was er gebaut war. Nach runden 60 Kilometern besuchten wir das Haus der Eltern des Guides. Danach fuhren wir zu einer Herberge, mitten in der Wüste, und luden die Kiste und das Steuerhaus ab, denn wir wollten mit dem Quad in die Sanddühnen um ein wenig Spass zu haben. So ging es ohne jeglichen Ballast in die Dühnen in der Nähe. Der Guide fuhr den Quad als erster und gab mir eine gute Lektion im Sanddühnenfahren. Es war gar nicht so einfach, doch Runde um Runde ging es besser. Jetzt zeigte der Quad seine ganzen 82 PS und freute sich glaube ich auch. Adrenalin pur kann ich nur sagen. Auch der Guide wahr erstaunt, was ich in der kurzen Zeit mit dem Quad anstellte. Nach 2-3 Stunden Spass, ging es zurück zur Wüstenherberge denn es war mittlerweile schon stockdunkle Nacht.

Für mich wäre es absolut unmöglich gewesen in der Wüste, den Weg zurück zu finden. Nach einem Znacht ging es ab in die Federn. Ich hatte drei Betten zur Auswahl, und erwischte mit Abstand das härteste, wie ich am nächsten Morgen feststellte. Nach einem feinen Zmorgä befestigten wir wieder alles, und machten uns auf die Piste. Es war einfach nur Spass pur, aber auch sehr anstrengend. Denn man darf keine Bodenwelle, oder Steinblock übersehen. Hier draussen begegnete uns am ersten Tag kein einziges Auto. Ein Unfall liegt hier draussen nicht drin. Der Guide hatte noch ein paar coole Wege auf Lager. Ich sah auf der Bergstrecke einen steilen Abhang. Da wollte ich die Seilwinde testen. Wir legten das Ende des Seils um einen Felsblock, und ich seilte den Quad vorsichtig rückwärts ab. Doch auf einmal gab es einen Ruck, und das Seilende spickte aus der Winde. Da der Quad nicht mehr vom Seil gehalten wurde, trat ich voll auf die Bremse, und konnte denn Quad trotz der steilen Lage zum stehen bringen. Jetzt galt es ganz ruhig die richtige Entscheidung zu treffen. Konnten wir denn steilen Abhang ohne Winde schaffen. Wir versuchten denn Quad ganz langsam talwärts zu bewegen. Und es gelang uns tatsächlich. Unglaublich das der Quad im Sand zum stehen gebracht werden konnte. Zu Fuss war es fast unmöglich in dem Sand zu stehen. Nachdem wir einen Weg gefunden hatten, den Abhang hinunter, fanden wir über Sand, und Stein wieder den Weg zurück auf die Piste. Langsam kamen wir dem heutigen Ziel näher. Ich entschied am nächsten Tag ohne meinen Guide weiter zu fahren denn er kostete mich doch ziemlich Geld, und er wollte absolut nicht mit sich feilschen lassen. Wir fuhren mit dem Quad noch zu einem kleinen Laden bei dem man Benzin in Wasserplastikflaschen a 5 Liter kaufen konnte. Der Liter für stolze 20 Dirham. Da es keine Tankstelle im ganzen Umkreis gab, füllte ich 50 Liter für 1000 Dirham in die Benzinkanister.

Ich übernachtete in der Wüste draussen, und fühlte mich unglaublich gut. Die Sterne leuchteten in der klaren, und doch ein wenig frischen Nacht. Auf einmal sah ich einen Lichtststrahl durch die Dunkelheit auf mich zu kommen. Ich war angespannt, denn wir befanden uns doch ziemlich nahe der Algerischen Grenze. Der Motor des Motorrades wurde abgestellt, und ich sah in der Dunkelheit die Umrisse eines grossen Turbans. Vanessa hat mir eimal erzählt das die bösen Menschen in Morrokko mit einem Turban ihr Gesicht verdecken, damit man sie nicht gut erkennt. Ich schaltete vorsichshalber die Taschenlampe vom Händy ein, um ein wenig Licht in die Dunkelheit zu bringen. Der Besucher entpuppte sich jedoch als freundlicher Mensch. Er arbeitete in der Nähe auf einem sogenannten Campingplatz, und hatte mich in der Dunkelheit beobachtet, wie ich mein Camp aufschlug. Wir redeten, und er meinte er könne mich mit seinem Dokkermotorrad am nächsten Tag begleiten. Ich dachte um meinen nicht mehr vorhandenen Guide. Zuerst wollte ich jedoch schlafen und am nächsten Tag würde ich weitersehen. So fuhr der nächtliche Besuch mit einem freundlichen " Inschallah " in die Nacht hinaus. Diese Nacht schlief ich nicht sehr tief, denn der Wind rauschte und so konnte ich nie genau sagen was ich hörte. Aber der nächste Morgen kam, und empfing mich mit strahlendem Sonnenschein. Es hatte zum Glück keinen nächtlichen Besuch mehr gegeben. Ich packte alles zusammen, und machte mich auf die Suche nach dem besagten Campingplatz. Da angekommen fand ich niemanden vor, auch keine Gäste. Plötzlich hörte ich ein Motorrad knattern. Ich dachte an den Besuch von letzter Nacht, doch er war nicht der Mann mit dem grossen Turban. Er lud mich in das Restaurant ein, und besorgte mir ein feines Frühstück. Frisch gestärkt machte ich mich auf denn Weg. Zuerst gerade aus dann um einen kleinen ausgetrockneten See herum und dann links weiter. Danach gerade aus und dann? Etwas rechts von mir sah ich einen Mann mit einem grossen Turban auf einem Motorrad. War es etwa der Besuch von gestern? Ich winkte, und er winkte zurück. Tatsächlich er war es, und wartete schon auf mich. Das Buschtelefon in der Sahara funktionierte gut. Nach dem Aushandeln des Preises fuhren wir los. Ich hatte wieder einen Fotografen. Bei einem Stop fragte ich ihn, ob wir tauschen können. Ich fahre mit dem Motorrad und er mit dem Quad. Er war sofort einverstanden. Zuerst fuhr er hinter mir her, doch dann überholte er mich. Er fuhr zum Glück nicht davon. Es wäre mir unmöglich gewesen ihm zu folgen.

Nach einer guten halben Stunde tauschten wir wieder. Das Motorrad hatte ein paar mal kräftige Stösse erlitten. Bei einem weiteren Stop mussten wir das Federbein wieder befestigen. Es war bei einem der Stösse aus der Halterung gedrückt worden. Operation gelungen, dank meinem Werkzeugkasten. Schon kurze Zeit später verabschiedete sich der Guide, und ich fuhr allein weiter. Er hatte mir den Weg weiter einigermassen erklärt. Nach einer guten halben Stunde verlor ich die Spur der Piste. Daraufhin fuhr ich einfach in die ungefähre Richtung quer Feld ein. Es ist schon speziell so ohne Strasse zu fahren. Stunde um Stunde verging, da näherte sich plözlich ein Motorrad mit einem Jungen. Er bedeutete mir, das es hier nicht weitergehen würde und fragte zugleich nach Alkohol. Ich gab ihm eine Flasche Rhimus die er sofort öffnete, und fuhr davon. Nach einiger Zeit fand ich denn Weg wieder, und folgte ihm bis ich auf die geteerte Strasse nach Zagora stiess. Es war ein gutes Gefühl wieder auf geteerter Strasse unterwegs zu sein. So fuhr ich die ganze Strecke mit mehreren Stops bis nach Marrakesch und sah viele viele Dinge. Vanessa und ich trafen uns nach einigen Schwierigkeiten in der Grossstadt Marrakesh und freuten uns sehr das wir einander wieder haben. Wir plauderten bis um 02:00 Uhr morgens was wir alles erlebt hatten das war schön und als uns langsam die Augen zufielen beschlossen wir unsere Plauderei morgen fort zu setzten.


Gute Nacht

Renes Solo Trip nach Merzouga...🐪🏜🚌


Vanessa's Solo Trip in Marrakesch/Ouarzazate/Esauira...🕌🌈🏔



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