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DIE ERSTEN 4 TAGE ATLANTIK

7.Februar 2023 ein grosser Tag für uns. Alles war bereit für unseren Start zusammen den Atlantik auf direkter Route Richtung Karibik zu überqueren. Auch die anderen waren mit ihrem Segelschiff bereit. Nicht mehr alle drei Jungs waren dabei. Der eine hat es sich anders überlegt. Kein Problem für die anderen zwei, sie waren so positiv eingestellt ich glaube nichts hätte sie aufhalten können. Ca. Um 19:00 Uhr fuhren wir gleichzeitig aus dem Hafen von Las Palmas. Sie mussten noch tanken und so  fuhren wir langsam Richtung Süden. Wir dachten sie würden uns schnell aufholen, da sie nur für 50 Liter Benzin tankten. Leider war die Tankstelle geschlossen und sie mussten wieder an Land um Benzin zu Fuss zu holen . Wir fuhren langsam weiter und dachten uns, wir würden einen Treffpunkt abmachen wo wir uns morgen Früh treffen könnten. Doch sie schalteten den automatischen Ruderpiloten ein und legten sich beide schlafen. So kam es, das sie plötzlich vor uns fuhren. Es ist vielleicht unser Glück, haben wir sie nicht mehr getroffen, den sie hatten den festen Plan direkt von den Kanarischen Inseln, in Richtung Martinique zu steuern. Was mit unserem wissen laut Meteodaten eventuell  ein Fehler für uns gewesen wäre da wir nicht sehr gut gegen den Wind aufkreuzen können.

Gegenwind, grosse Wellen, Stürme werden sie in der nächsten Zeit erwarten. Ich und Papi mussten am nächsten Morgen eine Entscheidung treffen, welchen Weg wir einschlagen sollen. Der sicherere Weg wäre über die  Kap Verden zu segeln. Das war eigentlich   schon immer unser Plan. Die Sicherere Variante wenn man das so sagen kann. Also richteten wir unseren Autopiloten neu in Richtung der Marokkanischen Küste und in Richtung Kap Verden. Uns erwartete ein  wunderschöner erster Tag zum segeln. Schon Vormittags sahen wir die erste Delfineschule von gegen 20 Stk. die uns für eine Zeit lang begleiteten. Ich war auf dem Bug und streckte meine Arme nach ihnen aus, und konnte sie fast berühren. Es ist immer wieder ein unglaubliches Gefühl diese schönen Tiere zu sehen. Zum Mittag gab es Würstchen mit Eier. Mit voll gefüllten Bäuchen sackten wir in unsere Campingstühle und genossen die Aussicht. Um ca. 16:00 Uhr wurde es Zeit für Papi schlafen zu gehen, weil er um ca. 02:00 Uhr am nächsten Morgen Fahrdienst hatte. Ich genoss den wunderschönen Sonnenuntergang und Mondaufgang. Genau so war das Leben schön. Ich genoss jede Sekunde und das war auch gut so den der nächste Tag würde für mich eine Katastrophe werden. Um ca. 01:00 Uhr wurde ich müde, und ich weckte Papi um die Wache zu übernehmen, so dass ich schlafen konnte, um am nächsten Tag wieder fit zu sein. Schnell schlief ich tief und fest ein, und wachte am nächsten morgen gut ausgeschlafen auf. Ich streckte meinen Kopf aus der Box und sagte Papi guten Morgen. Er sagte zu mir," bleib ruhig noch ein wenig liegen, es ist windig und etwas frisch". Ich kroch wieder in meinen Schlafsack und überlegte was wir heute kochen könnten. Nach ca. einer Stunde setzte ich mich auf und wollte gerade aus der Box kriechen. Da passierte es: Der Ruck einer Welle ging durch das Schiff, und ich viel mit meiner ganzen Schlafbox über den Rand des Schiffes in das offene Meer. In meinem Kopf habe ich kurz gedacht ich bin auf dem Boden gelandet weil ich nicht glauben konnte das ich jetzt im Wasser war. Schnell kam ich von diesem Gedanken weg weil sich die Box mit Wasser fühlte. Ich hörte Papi vom Schiff aus wie er nach mir schrie, und ich schrie nach ihm um Hilfe. Schnell hatten wir eine ziemliche Distanz zueinander erreicht, da  das Schiff mit Motor fuhr. Ich versuchte so schnell es ging aus der Box raus zu kommen und fing an um mein Leben zu schwimmen. Zum Glück hat Papi alles richtig gemacht, und konnte das Schiff stoppen, um mich zu retten. Da es doch Wellen hatte, schluckte ich ziemlich Wasser und kam total fertig beim Schiff an. Papi zog mich schnell aus dem Wasser. Zum Glück hatten wir kein grosses Segel gesetzt, und auch der Wind war moderat so war die Rettung ein Erfolg. Aber jetzt war da noch die Box im Atlantik, mit meinem Handy,Rucksack, Segeljacke und vielen weiteren wichtigen Sachen drin. Schon fast gefüllt mit Wasser versuchten wir sie ca. eine Stunde aus dem Wasser zu ziehen.Tatsächlich  ist es uns gelungen die wichtigsten Dinge zu retten. Der Schlafsack wurde leider ein Opfer des Atlantiks. Ziemlich durchgefroren wollte ich einfach nur vergessen was gerade passiert war. Der Wind frischte auf und es türmten sich erneut  Wellen auf. Konnte der Tag wirklich noch schlimmer werden? Oh ja, den um 20:00 Uhr frischte der Wind weiter auf und wir mussten wieder gegen den Wind kreuzen um näher an die marokanische Küste zu kommen. Wir sassen die ganze Nacht im Steuerhaus und hofften wieder einmal  das es besser werden würde. Papi hatte 24 Stunden nicht mehr geschlafen, und wir waren beide am nächsten Morgen halb Tod. Zum grossen Glück änderte sich das Wetter am nächsten Tag gegen Mittag zum Guten. Wir ruhten uns den ganzen Tag aus und näherten uns langsam der Marokkanischen Küste. Und waren fasziniert wie sich das Meer verändern konnte. Dann sahen wir etwas unglaubliches. Wasserfontänen schossen in denn Himmel. Walfische in unserer Nähe, vielleicht 15 Meter entfernt. Unglaublich ca. 1 Stunde lang konnten wir immer wieder welche sehen. Das war das schönste Geburtstagsgeschenk das ich je erhalten hatte. Und nach diesem letzten furchtbaren Ereignis  brauchten wir genau so etwas. Am nächsten Tag, (Tag 4) hatte Papi wieder Netz auf seinem Händy und wir schauten sofort das Wetter der nächsten Tage. Schlecht, es würde stürmisch werden in etwa 4 Tagen und wir bräuchten sicher noch 7-8 Tage für Kap Verden. Also blieb uns nur noch eins übrig. In Marokko an Land zu gehen und auf gutes Wetter zu warten. Was uns auch nicht störte, da es im nachhinein Schade gewesen wäre, an so einem Land vorbei zu fahren ohne es gesehen zu haben. Es gab nur einen Fischerei -Hafen den wir ansteuern konnten. Und das taten wir auch. Was uns jedoch dort erwartete war schon etwas speziell.


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