Vom Kaffeeland zu den höchsten Palmen der Welt


Guten Tag liebe Leute


Die Tage auf den Kaffefarmen sind mit viel Arbeit verbunden. Davon konnte ich mich selbst überzeugen. Da alles nonstop wächst

muss alles geschnitten und zurückgestutzt werden. Ich schnitt das Gras das zwischen den Kaffeeestauden wuchs und räumte die teilweise vermodernden Platanostämme beiseite. Danach zeigte mir Fridu wie man die Platanostämme von der vertrockneten Rinde säubert. Es ist äusserste Vorsicht geboten, da das arbeiten mit der messerscharfen Machete sehr ungewohnt für mich war. Diese wird immer wieder geschliffen, wie eine Sense. Auch ein Gras das teilweise bis 2 Meter hoch wächst, musste geschnitten werden. Das konnte ich mit einer Motorsense erledigen. Leider hab ich mir mein Bäuchlein mit irgend etwas verdorben und war 2 Tage ausser Gefecht. In der Stadt Qymbaya, die mit dem Auto in 10 Minuten erreichbar ist, holten wir ein Pülverchen, und ein paar Pillen die auch sofort wirkten. Vanessa Vertrieb sich die Zeit mit kurzen Spaziergängen und dem fotografieren und filmen der verschiedenen Arbeitsabläufen auf einer Kaffeefarm. Einen ganzen Tag verbrachten Vanessa und ich auf der zweiten Farm von Fridu, und ich arbeitete mit dem Vorarbeiter, und wir schnitten das Gras und ich schälte noch einige Bananenstämme auf der 8 Fussballfelder grossen Farm. Vanessa konnte in der Zwischenzeit, mit der Drohne noch verschiedene schöne Aufnahmen von oben machen. Der Hunger machte sich auch langsam bemerkbar und so liefen wir zur nahen Imbissstube, und assen dort zu dritt zu Mittag. Kostenpunkt mit Vorspeise und Getränke unglaubliche 16500 Kolumbianische Pesos. Umbgerechnet ca. 4 Sfr. hehe. So lässt es sich leben. Frisch gestärkt ging es wieder an die Arbeit. So um 16.00 Uhr kam der Vorarbeiter, in Kolumbien genannt, "Agregado" und bedeutete mir aufzuhören. Dieses Zeichen verstand ich sofort, und versteht jeder Arbeiter glaube ich auf der ganzen Welt. Schweiss gebadet, gingen wir zurück zur Hazienda und assen noch 2 Orangen frisch vom Baum. Man meint der Mund würde explodieren, so unglaublich frisch und geschmackvoll sind sie. Wir verabschiedeten uns von dem freundlichen Agregado Hermano und nahmen einen Bus zurück zu Fridus Hazienda. Nach einem feinen Znacht von Fridus Partnerin, Adriana ging es früh zu Bett. Leider war mein Schulkollege Fridu, der uns zu sich eingeladen hatte, mit der Situation überfordert, und wir verliessen noch am selben Tag zu Fuss die Hazienda. Zum Glück kam nach ca. einer halben Stunde Fussmarsch, samt Gepäck, zufällig ein Taxi des Weges und brachte uns in die nächste Stadt Armenia, wo wir ein Hotel bezogen.


Am Tag darauf machten wir einen schönen Ausflug nach Solento. Dort im Cocora- Valley besuchten wir die höchsten Palmen der Welt mit einer Höhe von 70-80 Meter. Gigantisch!!! Wenn so eine umfallen würde, heisst es nur noch," Gring achä u seklä ".Als es zu regnen anfing," sekleten " wir auch zu Tale, wobei ich unsanft mit dem kolumbianischen Boden Bekanntschaft schloss. Ein paar Minuten zuvor monierte ich noch über Vanessa's Convers Schuhe mit flachen Sohlen. Autsch !!!! Es schüttete aus Kübeln doch wir waren in einem Art Restaurant schon bald am trockenen, und machten uns nach einer heissen Suppe, auf den Heimweg nach Armenia. Die Äuglein fielen uns schon früh zu, und so legten wir uns bald hin, und schliefen nach unseren 23000 Schritten, und einer vierstündigen Wanderung in immerhin 2700 Metern Höhe, bald ein.


Gute Nacht! Vanessa und René













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