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SwitzerlandExpress
 
Ein tollkühnes Vorhaben

René Wittwers Blog-Journal

Unter dieser Rubrik werdet ihr über den Verlauf des Projektes und Neuigkeiten auf dem Laufenden gehalten.

The Show must go on mit dem Switzerlandexpress

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Es ist schon wieder Herbst und die Bäume zeigen ihre farbige Pracht.

Auch Corona hält uns noch fest im Griff. Kann man noch in der Welt herumreisen, wie ich es vorhabe? Darauf gibt es im Moment keine Antwort. Ich hoffe aber, dass es mit einigen Einschränkungen möglich sein wird. Wir müssen uns an diese Situation gewöhnen und anpassen. Ich habe auf jeden Fall beschlossen nicht aufzugeben, nichts zu überstürzen und doch stetig am Projekt weiter zu arbeiten.

Das waren unsere letzten Arbeiten.

Wir haben die Seitenbleche des Steuerhauses wieder abmontiert, da sie einfach zu schwer für die Tragfähigkeit des Schiffes sind. Wir könnten sie später bei Bedarf durch einen starken Stoff ersetzen.

Der obere Teil des Steuerhauses wurde mit 8 Streben verstärkt. Nicht dass es uns beim erst besten Windstoss das Dach wegpustet.

Der Kraftstofffilter für den Aussenborder wird an der Rückwand des Steuerhauses befestigt, um sicher zu sein, dass dem Suzuki-Motörchen nichts im Hals stecken bleibt.

Die Planen um das Steuerhaus wurden abgenommen, neu gestrafft und angeklebt. Im Moment ist das ganze Schiff wieder auf dem Anhänger, und das Steuerhaus auf dem Quad festgezurrt.

Ich wollte kürzlich unseren Hund Jack (ein Beagle) im Steuerhaus auf dem Quad mitnehmen, doch er fing an zu zittern und so setzte ich ihn wie gewohnt auf den Passagiersitz hinter meinem Rücken. Und siehe da, er war wieder happy. Seine grossen Ohren flatterten fröhlich im Fahrtwind.

Das Quad stellt sich als sehr kräftiges Arbeitstier vor, und hat mich bis heute noch nie im Stich gelassen. Der Sound des Motors ist zudem in meinen Ohren einfach genial.

Als nächstes steht die Montage der Selbststeueranlage auf dem Programm. Ich freue mich auf die nächsten Aufgaben und es ist ein Hit, wie weit wir seit den ersten Skizzen schon gekommen sind.

Eigentlich wollte ich im November 2020 eine erste Probefahrt wagen. Doch der Weg ist noch weit. Es dauert sicher noch ein halbes Jahr bis wir das erste Mal die Segel setzen und mit dem Schiffchen über den Thunersee "sausen" können. Doch wir bleiben dran.

Mit herbstlichen Grüssen.

Peschä + Rönu

 

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Katamaran das erste Mal im Wasser

Es ist vollbracht!

Vor ca. einer Woche konnten wir den Katamaran das erste Mal ins Wasser bringen. Doch alles der Reihe nach.

Die letzten paar Monate stand das Schiff bei mir zu Hause. Da ich von früher her noch ein paar Mitarbeiter der Creabeton kannte, rief ich dort an um evenuell einen Platz für das Schiff zu bekommen. Liebenswürdiger Weise hatte Gertsch Arnold mir einen Superplatz, und wir bauten den Katamaran unter dem grossen Kran zusammen. Alles klappte bestens, ausser, dass mir beim Umladen das Steuerhäuschen auf den Boden krachte. Zum Glück blieb alles einigermassen heil. Jetzt mussten noch Gurte beschafft werden um das Schiff ins Wasser zu bringen.

Endlich war es soweit, die Gurten strafften sich, und der Kran brachte das Schiff vom Trockenen ins Wasser. Es war ein grosser Moment, das Werk von vielen Jahren des überlegens, studierens und versuchens nun in seinem Element zu sehen.

Und es lag einigermassen gerade in Wasser. Jetzt wurde der Motor gestartet, er sprang sofort an. Super, einfach genial. Es funktionierte alles und so wurden ein paar Runden beim Liegeplatz gedreht. Jetzt war noch die grosse Frage wie sich das Schiff verhalten wird wenn der Quad mit seinen rund 520 Kilo dazu geladen wird. Wir bauten eine Art Seilzug, um den Quad mit seiner eigenen Seilwinde in die Kiste zu ziehen.

Durch das zusätzliche Gewicht lag das Schiff noch gerade im Wasser. Aber die Schwimmkörper tauchten ziemlich tief im Wasser ein. Ich entschloss mich deshalb ein Paar Schwimmer des Grabner Katamarans Hurricain zu kaufen, die für Tests gebraucht wurden und ein wenig billiger waren. Dies wird wieder eine neue Herausforderung für deren Montage mit sich bringen. Aber auch mehr Sicherheit, da 2 Luftkammern mehr verbaut sind.

Nach rund 2 Wochen werden wir das Schiff wieder auswassern. Anschliessend widmen wir uns dem Segelmast, dem Schwert und vielen weiteren Kleinigkeiten.

So bleiben wir dran.

Es grüsst herzlich Peter und René.

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Im Corona-Lock-Down

schuumbaerZu Beginn etwas in eigener Sache.

Wie schon früher angedeutet (Stand des Projektes im November 2018) musste ich aus gesundheitlichen Gründen meine langjährige Tätigkeit bei der Firma Sorgen in Merligen aufgeben. Die Gesundheit hat sich inzwischen soweit verbessert, dass ich seit einiger Zeit eine Teilzeitarbeitsstelle habe. Ich arbeite bei der neuen "Schuumbär"  Autowaschanlage und dem Thuner Blumenfeld der Familie Ambühl, in Gwatt.

 Zum Stand des Projektes mitten in der Corona-Krise.

Endlich sind wir ein grosses Stück weiter gekommen. Der Aussenbordmotor mit der Steuerung ist eingetroffen. Auch die Fernbedienung zum Starten, Kuppeln und Gas geben haben wir erhalten. Der Autopilot von Raymarine ist ebenfalls komplett angekommen. Jetzt geht es ans Montieren der Komponenten.

Zuerst musste eine Halterung für das Steuerrad angefertigt und im Steuerhaus montiert werden. Das ging mit Hilfe und dem Knowhow von Thomas Krebs problemlos. Daraufhin wurde das Steuerkabel vom Motor zum Steuerrad verlegt und schon konnten wir den Motor nach Backbord und Steuerbord bewegen. Ein wenig Kopfzerbrechen bereitet uns die Konstruktion und das Montieren einer Motorenhalterung am Schiff. Die 20 PS Vortriebs-Propellerleistung des Suzuki-Motors müssen über eine stabile Verankerung auf das Schiff übertragen werden. Wir werden auch das irgendwie meistern. Wenn der Motor einmal definitiv montiert ist, könnte man theoretisch einen Fahrversuch auf dem Wasser starten.

Die restlichen Plachen für das Steuerhaus konnten auch montiert werden. Man kann bereits, etwas spartanisch im Steuerhaus sitzen und von einer grossen Reise träumen.

Leider macht das Corona-Virus auch vor unserem Projekt nicht halt und wir kommen etwas langsamer vorwärts. Thomas Krebs und wir müssen uns an die Hygiene- und Abstandsregeln halten. Doch es geht immer ein kleines Stück vorwärts.

Als nächstes versuche ich ein Treffen mit Andreas Kindlimann zu bekommen, um das Schiff prüfungsbereit zu machen. Manchmal denken wir, dass es interessant wäre, unterwegs noch am Katamaran verschiedene Sachen zu optimieren die sich erst auf der Reise zeigen.

Eines ist klar! Im Notfall könnten wir, wenn der Aussenbordmotor stabil und difinitiv montiert ist, losfahren. Das gibt uns etwas Zuversicht, denn wir wissen noch nicht, wie sich das Schiff im Wasser verhält. Hält es den kommenden Belastungen von Wellen, Wind und Wetter auch wirklich Stand? Wir sind aber guten Mutes, dass unsere Konstruktion den Anforderungen gewachsen ist.

Wir planen mal, den Katamaran in den nächsten Monaten einzuwassern.

Bleibt gesund.

Herzlichst Peter und René

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Steuerhäuschen

Erstmals konnten wir das Steuerhäuschen auf die Plattform stellen. Jetzt sieht man tatsächlich, dass der Katamaran ein Schiff sein könnte. Was uns richtig euphorisch machte.IMG 20200216 WA0000

Endlich nach mehreren Jahren des Planens und Bauens ist das eigentliche Herzstück, das Schiff mit Steuerhaus erkennbar.  Das Steuerhaus ist ca. 1.70 Meter lang und 1.10 Meter breit und im Moment noch 1.75 Meter hoch.  Es muss noch ein wenig in der Höhe gekürzt werden, da sonst der Grossbaum vom Mast zu hoch ist, und das schränkt die Stabilität ein.IMG 20200216 WA0002

Es wurde auch die erste Plane von der Firma Bühler in Thun gefertigt. So haben wir gute Sicht nach Achtern, denn wir haben ein grosses Fenster machen lassen.

Des Weiteren besuchte ich eine Messe, an der Suzuki Aussenbordmotoren ausgestellt waren. Mir wurden am Stand die Vorteile eines 20 PS Aussenbordmotors erklärt.

Daneben war gerade der Stand der Hächler Bootswerft. Dort wurden mir verschiedene Systeme der Steuerung erklärt. Der Kontakt zur Werft wurde an diesem Tag vertieft, da auch der Chef und Vater vor Ort war. Es wurde ein späterer Termin ausgemacht, an dem die einzelnen Teile ausgemessen werden, und es dann mit dem Aussenbordmotor vorwärts geht. Auch die Details eines Autopiloten können dann besprochen werden.

Daraufhin kam ich noch zufällig am Stand der Schiffsexperten und der Polizei vorbei. Ein alter Bekannter, der jetzt Schiffsexperte ist, konnte mir noch ein paar Fragen über das Einlösen eines Eigenbaus beantworten.

Es sieht nach einer etwas harten Zeit für mein Geldbeutelchen aus. Und doch, wieder ist eine kleine Hürde genommen. Der Weg des neuen Switzerlandexpresses ist lang und beschwerlich.

Jetzt war wirklich genug und ich musste mich hinsetzen und ausruhen. In meinen Ohren machte sich der Tinnitus sehr unangenehm bemerkbar und es war Zeit etwas zu Essen und dann den Heimweg anzutreten. 

Allzeit Gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Schiff.

Peter und René

 

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Jahresrückblick 2019

Es ist unglaublich wie schnell ein Jahr vergeht. Es ist schon wieder November. Wir haben den letzten Blogbeitrag vor einem Jahr geschrieben. Es ist wirklich wieder Zeit euch auf den neusten Stand zu bringen.

Das Projekt macht langsam aber stetig seinen Weg, und das ist auch gut so. Wie heisst es doch so schön: "Gut Ding will Weile haben". Wir haben die Arbeiten mit JP. Pedrazzini beendet. Der Standort war zu weit weg, und Herr Pedrazzini wahr anderweitig sehr beschäftigt. Ein Dankeschön an dieser Stelle für die geleistete Arbeit.

Wir fanden für diesen Sommer einen geeigneten Hallenplatz, bei der Firma Tauscheck in Gwatt. In ihrem Winterlager konnten wir weiter am Katamaran bauen. Und auch ein Metallbauer wurde in unmittelbarer Umgebung gefunden. Mit Thomas Krebs in Gwatt haben wir einen genialen Metallbauer gefunden, der zwar nicht vom Schiffbau kommt, sich jedoch gut in dieses Projekt einbringt.

Die Box, in die der der Quad auf dem Schiff parkiert wird, konnten wir montieren. Des weiteren wurden die zwei Ruder mit einer speziellen Halterung angebracht. Danach wurde auch der Anhänger zerlegt und die zwei Längsholmen auf dem Katamaran als Verstärkung eingebaut. Des weiteren konnten wir eine Teil des Anhängers als Aussenbordmotorhalterung anbringen. So bleibt vom Anhänger nur die Achse und die Deichsel übrig, die es noch irgendwo zu verstauen gibt. Wir kauften auch einen gebrauchten Segelmast, der jedoch in einem schlechten Zustand ist. Auch ein Grosssegel und eine Fock wurden erstanden. Wir sind uns noch nicht sicher, ob wir das Segelmaterial auch gebrauchen können.

Hinter der Quadbox konnten wir eine kleine Plattform bauen, auf der die Ausrüstungsbox, die auf dem Quad verbaut ist, dann als kleines Steuerhaus dient. Thomas Keller hat sich persönlich der Sache mit dem Steuerhäuschen angenommen. So haben wir einen kleinen geschützten Raum auf dem Schiff.
Des weiteren haben wir 2 gebrauchte Autodachboxen auf Ricardo ersteigert. Das werden unsere Schlafplätze auf der Reise sein.

Wir haben uns entschieden, nach Absprache mit unserem Navalarchitekt, Andreas Kindlimann, den Katamaran weniger breit zu machen. Er ist jetzt noch 3 Meter 50 cm breit, und sollte dadurch kompakter werden. So geht es immer weiter und wir hoffen, dass wir nächsten Frühling das erste Mal aufs Wasser können.

Dran bleiben und durchziehen heisst das Motto. Im nächsten Beitrag können wir euch sicher die ersten Bilder des Katamaran präsentieren. Bis es so weit ist wünschen wir euch alles Gute.

IMG 20200217 WA0000

Freundliche Grüsse

Peter und René

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