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SwitzerlandExpress
 
Ein tollkühnes Vorhaben

René Wittwers Blog-Journal

Unter dieser Rubrik werdet ihr über den Verlauf des Projektes und Neuigkeiten auf dem Laufenden gehalten.

Im Corona-Lock-Down

schuumbaerZu Beginn etwas in eigener Sache.

Wie schon früher angedeutet (Stand des Projektes im November 2018) musste ich aus gesundheitlichen Gründen meine langjährige Tätigkeit bei der Firma Sorgen in Merligen aufgeben. Die Gesundheit hat sich inzwischen soweit verbessert, dass ich seit einiger Zeit eine Teilzeitarbeitsstelle habe. Ich arbeite bei der neuen "Schuumbär"  Autowaschanlage und dem Thuner Blumenfeld der Familie Ambühl, in Gwatt.

 Zum Stand des Projektes mitten in der Corona-Krise.

Endlich sind wir ein grosses Stück weiter gekommen. Der Aussenbordmotor mit der Steuerung ist eingetroffen. Auch die Fernbedienung zum Starten, Kuppeln und Gas geben haben wir erhalten. Der Autopilot von Raymarine ist ebenfalls komplett angekommen. Jetzt geht es ans Montieren der Komponenten.

Zuerst musste eine Halterung für das Steuerrad angefertigt und im Steuerhaus montiert werden. Das ging mit Hilfe und dem Knowhow von Thomas Krebs problemlos. Daraufhin wurde das Steuerkabel vom Motor zum Steuerrad verlegt und schon konnten wir den Motor nach Backbord und Steuerbord bewegen. Ein wenig Kopfzerbrechen bereitet uns die Konstruktion und das Montieren einer Motorenhalterung am Schiff. Die 20 PS Vortriebs-Propellerleistung des Suzuki-Motors müssen über eine stabile Verankerung auf das Schiff übertragen werden. Wir werden auch das irgendwie meistern. Wenn der Motor einmal definitiv montiert ist, könnte man theoretisch einen Fahrversuch auf dem Wasser starten.

Die restlichen Plachen für das Steuerhaus konnten auch montiert werden. Man kann bereits, etwas spartanisch im Steuerhaus sitzen und von einer grossen Reise träumen.

Leider macht das Corona-Virus auch vor unserem Projekt nicht halt und wir kommen etwas langsamer vorwärts. Thomas Krebs und wir müssen uns an die Hygiene- und Abstandsregeln halten. Doch es geht immer ein kleines Stück vorwärts.

Als nächstes versuche ich ein Treffen mit Andreas Kindlimann zu bekommen, um das Schiff prüfungsbereit zu machen. Manchmal denken wir, dass es interessant wäre, unterwegs noch am Katamaran verschiedene Sachen zu optimieren die sich erst auf der Reise zeigen.

Eines ist klar! Im Notfall könnten wir, wenn der Aussenbordmotor stabil und difinitiv montiert ist, losfahren. Das gibt uns etwas Zuversicht, denn wir wissen noch nicht, wie sich das Schiff im Wasser verhält. Hält es den kommenden Belastungen von Wellen, Wind und Wetter auch wirklich Stand? Wir sind aber guten Mutes, dass unsere Konstruktion den Anforderungen gewachsen ist.

Wir planen mal, den Katamaran in den nächsten Monaten einzuwassern.

Bleibt gesund.

Herzlichst Peter und René

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Steuerhäuschen

Erstmals konnten wir das Steuerhäuschen auf die Plattform stellen. Jetzt sieht man tatsächlich, dass der Katamaran ein Schiff sein könnte. Was uns richtig euphorisch machte.IMG 20200216 WA0000

Endlich nach mehreren Jahren des Planens und Bauens ist das eigentliche Herzstück, das Schiff mit Steuerhaus erkennbar.  Das Steuerhaus ist ca. 1.70 Meter lang und 1.10 Meter breit und im Moment noch 1.75 Meter hoch.  Es muss noch ein wenig in der Höhe gekürzt werden, da sonst der Grossbaum vom Mast zu hoch ist, und das schränkt die Stabilität ein.IMG 20200216 WA0002

Es wurde auch die erste Plane von der Firma Bühler in Thun gefertigt. So haben wir gute Sicht nach Achtern, denn wir haben ein grosses Fenster machen lassen.

Des Weiteren besuchte ich eine Messe, an der Suzuki Aussenbordmotoren ausgestellt waren. Mir wurden am Stand die Vorteile eines 20 PS Aussenbordmotors erklärt.

Daneben war gerade der Stand der Hächler Bootswerft. Dort wurden mir verschiedene Systeme der Steuerung erklärt. Der Kontakt zur Werft wurde an diesem Tag vertieft, da auch der Chef und Vater vor Ort war. Es wurde ein späterer Termin ausgemacht, an dem die einzelnen Teile ausgemessen werden, und es dann mit dem Aussenbordmotor vorwärts geht. Auch die Details eines Autopiloten können dann besprochen werden.

Daraufhin kam ich noch zufällig am Stand der Schiffsexperten und der Polizei vorbei. Ein alter Bekannter, der jetzt Schiffsexperte ist, konnte mir noch ein paar Fragen über das Einlösen eines Eigenbaus beantworten.

Es sieht nach einer etwas harten Zeit für mein Geldbeutelchen aus. Und doch, wieder ist eine kleine Hürde genommen. Der Weg des neuen Switzerlandexpresses ist lang und beschwerlich.

Jetzt war wirklich genug und ich musste mich hinsetzen und ausruhen. In meinen Ohren machte sich der Tinnitus sehr unangenehm bemerkbar und es war Zeit etwas zu Essen und dann den Heimweg anzutreten. 

Allzeit Gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Schiff.

Peter und René

 

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Jahresrückblick 2019

Es ist unglaublich wie schnell ein Jahr vergeht. Es ist schon wieder November. Wir haben den letzten Blogbeitrag vor einem Jahr geschrieben. Es ist wirklich wieder Zeit euch auf den neusten Stand zu bringen.

Das Projekt macht langsam aber stetig seinen Weg, und das ist auch gut so. Wie heisst es doch so schön: "Gut Ding will Weile haben". Wir haben die Arbeiten mit JP. Pedrazzini beendet. Der Standort war zu weit weg, und Herr Pedrazzini wahr anderweitig sehr beschäftigt. Ein Dankeschön an dieser Stelle für die geleistete Arbeit.

Wir fanden für diesen Sommer einen geeigneten Hallenplatz, bei der Firma Tauscheck in Gwatt. In ihrem Winterlager konnten wir weiter am Katamaran bauen. Und auch ein Metallbauer wurde in unmittelbarer Umgebung gefunden. Mit Thomas Krebs in Gwatt haben wir einen genialen Metallbauer gefunden, der zwar nicht vom Schiffbau kommt, sich jedoch gut in dieses Projekt einbringt.

Die Box, in die der der Quad auf dem Schiff parkiert wird, konnten wir montieren. Des weiteren wurden die zwei Ruder mit einer speziellen Halterung angebracht. Danach wurde auch der Anhänger zerlegt und die zwei Längsholmen auf dem Katamaran als Verstärkung eingebaut. Des weiteren konnten wir eine Teil des Anhängers als Aussenbordmotorhalterung anbringen. So bleibt vom Anhänger nur die Achse und die Deichsel übrig, die es noch irgendwo zu verstauen gibt. Wir kauften auch einen gebrauchten Segelmast, der jedoch in einem schlechten Zustand ist. Auch ein Grosssegel und eine Fock wurden erstanden. Wir sind uns noch nicht sicher, ob wir das Segelmaterial auch gebrauchen können.

Hinter der Quadbox konnten wir eine kleine Plattform bauen, auf der die Ausrüstungsbox, die auf dem Quad verbaut ist, dann als kleines Steuerhaus dient. Thomas Keller hat sich persönlich der Sache mit dem Steuerhäuschen angenommen. So haben wir einen kleinen geschützten Raum auf dem Schiff.
Des weiteren haben wir 2 gebrauchte Autodachboxen auf Ricardo ersteigert. Das werden unsere Schlafplätze auf der Reise sein.

Wir haben uns entschieden, nach Absprache mit unserem Navalarchitekt, Andreas Kindlimann, den Katamaran weniger breit zu machen. Er ist jetzt noch 3 Meter 50 cm breit, und sollte dadurch kompakter werden. So geht es immer weiter und wir hoffen, dass wir nächsten Frühling das erste Mal aufs Wasser können.

Dran bleiben und durchziehen heisst das Motto. Im nächsten Beitrag können wir euch sicher die ersten Bilder des Katamaran präsentieren. Bis es so weit ist wünschen wir euch alles Gute.

IMG 20200217 WA0000

Freundliche Grüsse

Peter und René

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Stand des Projektes im November 2018

Nachdem der Januar vorbei war, suchten wir weiter nach einem Metallbauer oder einer Aluminium-Bootswerft, die sich unserem Projekt widmen könnte. Das war nicht einfach, da viele anderweitig beschäftig sind und kein Interesse an uns zeigen. Deshalb versuchen wir uns selbst als Schiffbaukonstrukteure und zeichnen massstabsgetreue Pläne, aber es bleibt meistens bei den Entwürfen.

Wir begannen eine Kiste aus Holz zu bauen in der der Quad später Platz finden soll. Als die Kiste fertig war, beschrifteten wir sie mit unserem Logo, und montierten sie auf den Anhänger. So bekamen wir ein Bild, wie das Gefährt als Ganzes aussehen wird. Wir bauten dann vorne auf dem Quad auch noch eine Materialkiste. Jetzt bekamen wir eine Ahnung von den ungefähren Ausmassen des ganzen Switzerlandexpresses. Knappe 9 Meter ist er lang. Die Kiste wurde so auf dem Anhänger positioniert, dass die Gewichtsverteilung stimmt. Wir zurrten sie gut fest und dann ging es auf eine Probefahrt. Es war gewöhnungsbedürftig, doch es funktionierte. So wurden dann ein paar hundert Kilometer gefahren. Auch eine Fahrt auf den Grimselpass war dabei. Es war ein schönes Gefühl mit einer solch starken Zugmaschine unterwegs zu sein. Man spürte die geballte Kraft des 1'000 ccm Rotax Motors mit seinen 84 PS.

Leider gab es dann Mitte 2018 einen ungewollten Unterbruch in der weiteren Planung und Realisierung meines Vorhabens. Gesundheitliche Gründe zwangen mich, meine langjährigen Tätigkeiten auf dem Thunersee und auf der Strasse zu beenden und das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitgeber aufzulösen. Es folgten zeitaufwändige Untersuchungen, Abklärungen und Therapien. Auch die Suche nach einer geeigneten, neuen Arbeit ist alles andere als einfach. Ich blicke aber positiv in die Zukunft, um auch dieses Problem zu meiner Zufriedenheit meistern zu können.

Trotz den gesundheitlichen und beruflichen Widerwärtigkeiten befasse ich mich weiter mit dem Projekt. Peter und ich hatten noch niemanden gefunden der den Katamaran weiter bauen könnte. So wendete ich mich wieder einmal an den Navalarchitekten und fragte um Rat. Er gab mir eine Adresse und an diese wendeten wir uns. Es vergingen wieder mehre Wochen bis wir uns treffen konnten. Bei dem Gespräch wurden dann die groben Eckdaten des Schiffes besprochen. Die Baupläne wurden durchgesehen und es müssen die Kosten berechnet werden. Eine Offerte werden wir gegen Ende des Jahres bekommen.

In der Zwischenzeit heisst es halt warten. So geht es immer weiter mit dem Projekt, langsam zwar, aber Hauptsache ist, dass es immer ein kleines Stück vorangeht.

In dem Sinne bleiben wir am Ball.

Mit herzlichen Grüssen
Peter und René

 

 

 

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Stand des Projektes im Januar 2018

Seit September 2017 unterstützt mich mein Kamerad Peter Kopp im laufenden Projekt. Er stellte den Kontakt zu einer Werft her, die uns die Ruder für den Katamaran schickten. Des weiteren erstanden wir einen Anhänger um das ganze Material für den Katamaran zu transportieren. Der Quad offenbart seine Qualitäten, zeigt sich von seiner besten, aber durstigen Seite, und hatte glaube ich, richtig Freude, den beladenen Anhänger zu ziehen. Als Funktions- und Belastungstest wurde der Anhänger mit 700 Kg beladen. Wir fuhren dann ohne Probleme eine steile Bergstrasse hinauf.
Auch wurde ein Plan gezeichnet, auf dem man sieht wie der Katamaran weiter gebaut werden soll. In nächster Zeit wird die Suche nach einer Werft oder einer Metallfirma verstärkt, die die Konstruktions- und Montagearbeiten am Katamaran weiter führen kann. Eventuell findet sich auch eine Privatperson die sich mit Aluminiumschweissarbeiten sehr gut auskennt. Peter Kopp hat zudem eine Firma gefunden die den Hauptmast liefert, um die Besegelung sicher zu stellen. Zu meiner grossen Erleichterung habe ich gute Freunde die mir helfen, auch ohne meine aktive Mithilfe, das Projekt weiter zu führen.
Als kleine Auflockerung habe ich die Zusammenfassung meiner Reise von 1991 auf YouTube gestellt, die man hier anschauen kann.
In diesem Sinne liebe Grüsse und bis zum nächsten Mal.
René und Peter 
 

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